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Experiment gelungen

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Im Großherzogtum gibt es laut Informationen des Klimabündnis Luxemburg und EBL („Energieberodung Lëtzebuerg“) ungefähr 8.000 Aufzüge. Deren Energieverbrauch ist gigantisch und entspricht schätzungsweise demjenigen von durchschnittlich 7.000 Haushalten. Wer öfters mal Treppen steigt, tut also nicht nur was Gutes für seinen Körper, sondern hilft auch noch Strom sparen – obwohl die Lifte auch im Standby-Zustand eine Menge Strom verbrauchen.

Zwölf Gemeinden beteiligten sich Anfang November an einer Aktion, die von EBL und Klimabündnis initiiert wurde und bei der das Sparen von Strom im Mittelpunkt stand. Dem Experiment ging eine genaue Bestandsaufnahme voraus, während der der wöchentliche Stromverbrauch in den Rathäusern der Gemeinden, die mitmachten, ausgerechnet wurde. Gleichzeitig wurde pro Kommune ein Mitarbeiter in einer Art Crashkurs zum Energieberater ausgebildet. Dieser war dann für die Sensibilisierung und Schulung der übrigen Angestellten zuständig. Deren Verhaltensmuster im Umgang mit Stromfressern wie Computer und Kopiergerät beispielsweise – aber auch dem eingangs erwähnten Aufzug – zu ändern, war das eigentliche Ziel des Ganzen. Die Aktion kam auch sehr gut an und in den Rathäusern sank während der Aktion „Energie [light]“, die sich über eine Woche erstreckte, der Stromverbrauch drastisch. In den einen Rathäusern mehr, in anderen weniger, doch im Durchschnitt wurden so stolze 12,6 Prozent Strom eingespart.
Besonders beeindruckend ist dieses Resultat, wenn man bedenkt, dass keinerlei Investitionen in besonders sparsame Apparate nötig waren, um es zu erreichen. Allein das menschliche Verhalten war ausschlaggebend für den gesunkenen Energieverbrauch. Die Beschäftigten wurden dahingehend sensibilisiert, die Zusammenhänge zwischen ihren beruflichen Tätigkeiten und dem Einsatz der Bürotechnik bewusster wahrzunehmen.

Einschalten, ausschalten

Dies führte zum effektiveren Umgang mit den Geräten: Lichtquellen wurden nur dann zum Erleuchten gebracht, wenn sie auch gebraucht wurden, PCs und Kopiermaschinen, die sonst nachtsüber im Standby-Modus blieben, wurden ausgeschaltet ... So wundert es kaum, dass die größten Stromeinsparungen in den Rathäusern, die beim Versuch mitmachten, nachts erzielt wurden: Bis zu 35 Prozent Strom konnten zwischen den Bürozeiten eingespart werden.
Das Experiment hat klar gezeigt, dass der Mensch durch einen bewussteren Umgang mit der Energiequelle Strom den Verbrauch gezielt eindämmen kann. Vielleicht ist gerade jetzt, wo wieder Tausende von Lichterketten in Vorgärten und hinter Fensterscheiben erstrahlen, die richtige Zeit gewesen, diesen Test durchzuführen: Die Weihnachtsbeleuchtung etwas später ein- und etwas früher ausschalten kann auch schon sparen helfen.
Haben Sie übrigens schon mal nachgeschaut, wo bei Ihnen daheim die heimlichen Stromfresser zu finden sind? Und ausgerechnet, was Sie sparen könnten, wenn Sie diese Energieverschwendung unterbinden? Besuchen Sie doch mal die Seiten von EBL und „Klimabündnis“ ...

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